Die ukrainische Fluggesellschaft Antonow will strategische Lufttransportaufgaben der Nato auch nach dem Rückzug der russischen Wolga-Dnepr-Gruppe aus dem Salis-Projekt durchführen.

Um diese Möglichkeiten zu demonstrieren, nimmt das Frachtflugzeug An-225 „Mrija“ an der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) 2018 in Berlin teil, sagte der kommerzielle Direktor der Airlines, Andrij Blahowisnyi, einem Korrespondenten von Ukrinform.

„Es gab Gespräche darüber, dass die Nato und die EU, ohne die russische Seite, ohne Flugzeuge für den strategischen Lufttransport verbleiben. Wir wollten mit unserer Teilnahme, mit dem einmaligen Flugzeug An-225, die Möglichkeiten der ukrainischen Fluggesellschaft Antonow beim strategischen Lufttransport aufzeigen und unseren Partner, den Teilnehmern des Projekts Salis bestätigen, dass wir bereit sind, den Bedarf der Nato und der EU beim strategischen Lufttransport mit Flugzeugen An-124 und An-225 zu decken. Wir garantieren dafür“, sagte Blahowisnyi.

Laut Blahowisnyi verfüge Antonow Airlines über sieben Flugzeuge An-124 „Ruslan“ mit einer Nutzlast von 150 Tonnen, einer An-225 (Nutzlast bis 250 Tonnen) und sechs An-22 „Antej“ (Nutzlast bis 60 Tonnen). Gemäß dem Salis-Vertrag solle die Fluggesellschaft ein Flugzeug An-124 ständig, sowie zwei weitere Maschinen dieses Typs nach Bedarf bereitstellen. Das Projekt sehe die Nutzung bis zu sechs An-124 vor. Antonow wolle die Nato-Länder überzeugen, dass die Ukraine die notwendige Zahl der An-124 garantiert bereitstellen kann.

Im Rahmen der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung-2018 sind Gespräche des Unternehmens mit den Vertretern des Bundestags, des deutschen Bundesverteidigungsministeriums, der anderen Ländern der Nato und der EU geplant. Ziel der Gespräche ist eine Verlängerung der Zusammenarbeit in einem erweiterten Format.

Das deutsche Verteidigungsministerium teilte zuvor mit, es wolle den Auftrag für den Einsatz von Antonow-Transportflugzeugen für den Zeitraum 2019 bis 2021 verlängern.

Die russische Wolga-Dnepr-Gruppe will ihre Beteiligung am Salis-Projekt nicht verlängern.


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