Dmitriy Dinze, der Anwalt des in Russland illegal inhaftierten ukrainischen Filmregisseurs Oleh Senzow, hat berichtet, dass sein Mandant seinen Hungerstreik fortsetzen wird, bis 64 politische Gefangene freigelassen werden oder er stirbt.

"Er wird seinen Hungerstreik bis zum tödlichen Ende fortsetzen. Entweder er stirbt oder seine Forderungen werden erfüllt", so der Anwalt des ukrainischen Filmregisseurs.

Laut Dmitriy Dinze glaubt Senzow nicht, dass er jemals freigelassen wird, und fordert deshalb die Freilassung von 64 ukrainischen politischen Gefangenen durch die russischen Behörden.

Nachdem Senzow am 14. Mai einen Hungerstreik angekündigt hatte, wurde er mit erhöhter Sicherheit in Einzelhaft genommen. Laut Dinze hat der Regisseur rheumatoide Arthritis und angeborene Herzfehler.

Senzow teilte seinem Verteidiger Dmitriy Dinze mit, dass er sich auf diesen Schritt bereits seit zwei Monaten vorbereitet habe. Senzow versicherte, er sei bereit zu sterben.