Die Entwicklung der Beziehungen zur Ukraine bleibt ein Schlüsselthema der deutschen Außenpolitik, sagte der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Walter Lindner, bei einem Treffen mit dem ukrainischen Außenminister Pawlo Klimkin am Freitag in Kiew.

"Minister Klimkin dankte der deutschen Seite für die finanzielle und technische Unterstützung unseres Landes, insbesondere für die Verlängerung des Mandats des Sondergesandten für Dezentralisierung und gute Regierungsführung, Georg Milbradt", berichtete der Pressedienst des ukrainischen Außenministeriums.

Klimkin wies auf die wachsende Aktivität deutscher Unternehmen in der Ukraine hin, die ein Zeichen des Vertrauens in die von der ukrainischen Regierung umgesetzten Reformen ist. Klimkin forderte die deutsche Seite auf, die finanzielle Unterstützung bei der Entwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen im Land zu verstärken.

"Der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes betonte im Gegenzug die Bedeutung von Reformen in der Ukraine im Zusammenhang mit der Aufrechterhaltung der makroökonomischen Stabilität und der Schaffung günstiger Bedingungen für ausländische Unternehmen".

Lindner nahm die Fortschritte bei der Umsetzung der Abkommens als Teil eines unabhängigen Finanzinstruments gesondert zur Kenntnis um ein Darlehen in Höhe von 500 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen und informierte Klimkin über die Absicht der deutschen Seite, die Rahmenbedingungen für weitere Finanzierungen zu erweitern", heißt es in dem Bericht.

Das ukrainische Außenministerium wies darauf hin, dass Lindner eine Delegation von Staatssekretären von sechs Ministerien leitet. Seit 2014 ist dies der vierte Besuch deutscher Staatssekretäre in der Ukraine, um den direkten Dialog mit den zuständigen Ministerien zu unterstützen.