Am Donnerstag, dem 7. Dezember, fand am Rande des OSZE-Ministerratstreffens in Wien auf Initiative der Ukraine eine Veranstaltung zur Menschenrechtssituation auf der besetzten Krim statt, berichtete der Pressedienst des Außenministeriums der Ukraine.

Zu dieser Veranstaltung wurden die stellvertretenden Leiter des Medjles der Krimtataren, Akhtem Chiygoz und Ilmi Umerov eingeladen, die kürzlich aus der russischen Haft entlassen wurden. Sie forderten die Minister auf, den internationalen Druck auf Russland fortzusetzen, um dessen aggressive und repressive Politik gegen die Ukraine und ihre Bürger ungeachtet ihrer ethnischen Zugehörigkeit zu beenden.

Der ukrainische Außenminister Pavlo Klimkin wiederum betonte, wie wichtig es sei, die internationalen Bemühungen zur Beendigung der russischen Aggression gegen die Ukraine und zur Befreiung der Krim weiter zu konsolidieren. Er sagte, dass einer dieser Schritte die Verabschiedung einer weiteren Resolution der UN-Generalversammlung "Die Lage der Menschenrechte in der Autonomen Republik Krim und der Stadt Sewastopol" sein soll, welche in den kommenden Tagen erwartet wird.

Laut Klimkin könnte eine andere Richtung der Aktivität, die von der Ukraine vorgeschlagene internationale Plattform sein, welche die Schritte zur Befreiung der Krim fördern würde.

Vertreter der europäischen Länder, der Vereinigten Staaten und Kanadas, betonten ihre Unterstützung und Solidarität mit den Bürgern, die auf der Krim unter russischer Besatzung leben, und die Absicht, die gemeinsamen Anstrengungen zur Befreiung der Krim fortzusetzen.

"Es wurde festgestellt, dass die Sanktionen gegen Russland beibehalten werden sollten, bis Russland die bewaffnete Aggression gegen die Ukraine beendet und die Krim zurückgibt. Daher wird die Krimfrage weiterhin zu den Prioritäten auf der internationalen Agenda gehören, einschließlich der OSZE als internationale Sicherheitsorganisation", heisst im Bericht.

Das Thema der ukrainischen politischen Gefangenen, die illegal von den russischen Behörden sowohl auf der besetzten Krim als auch in Russland gefangengehalten werden, wurde bei dieser Veranstaltung getrennt betrachtet. Die Teilnehmer wiesen darauf hin, dass es wichtig sei, ein breites Publikum im Ausland über die inhaftierten Ukrainer zu informieren und den politischen Druck auf Russland zu erhöhen.

"Russlands Verschärfung des Angriffs auf die Menschenrechte, sollte zu einer Verschärfung der Sanktionen führen. Das ist effektiv", sagte Klimkin.

Dem Pressedienst des Ministeriums zufolge, nahmen an der Veranstaltung die Außenminister Kanadas, Schwedens, Litauens, Lettlands, der Ukraine, Estlands sowie hoher Vertreter der Vereinigten Staaten, der Türkei, Großbritanniens, Polens, Rumäniens, Dänemarks und Norwegens teil.