Die Bundesregierung plant, im März 2018 eine endgültige Entscheidung über den Bau der Nord Stream-2-Gaspipeline zu treffen.

Der Vorstandsvorsitzende des nationalen Energieunternehmens Naftogaz, Andrij Koboljow, sagte dies während eines Runden Tisches, berichtet die "Nachrichtenagentur der Ukraine".

Koboljow hatte das ukrainische Parlament gedrängt, so schnell wie möglich Auswahlkriterien von Partnern für das gemeinsame Management des ukrainischen Gastransportsystems zu bilden.

"Wir brauchen dringend die Stimme eines ausländischen Partners in Europa, der uns helfen würde, den Gastransit durch die Ukraine zu fördern", sagte Koboljow.

Bereits im Dezember 2017 berichtete, Andrij Koboljow, dass die Hauptaufgabe des Unternehmens für das Jahr 2018 darin bestehe, den Bau des russischen Nord Stream-2-Gaspipeline-Projekts durch die Modernisierung des Gastransportnetzes (GTS) der Ukraine zu stoppen.

Die Europäische Kommission hatte einen Vorschlag zur Ausweitung der Anforderungen der Dritten Gasrichtlinie 2009/73 (Richtlinie 2009/73 / EG über gemeinsame Vorschriften für den Erdgasbinnenmarkt) auf alle Gasfernleitungen aus Drittländern, einschließlich der von Russland vorgeschlagenen Nord Stream-2-Gaspipeline im November, genehmigt.

Die Europäische Kommission besteht darauf, dass das Nord Stream-2-Gaspipeline-Projekt nicht in einem rechtlichen Vakuum- oder aber nur in Übereinstimmung mit den Gesetzen von sogenannten Drittländern umgesetzt werden dürfe.

Wenn die Gaspipeline gebaut werden sollte, benötigt sie einen rechtlichen Rahmen, der die Grundprinzipien der Regeln des Energiemarktes der Europäischen Union berücksichtigt. Gemäß dem entsprechenden Beschluss unterstützt die Europäische Union weiterhin den Transit von russischem Gas durch die Ukraine.