Der Krieg im Donbas, hat der Ukraine bereits 10.000 Menschenleben und Millionen umgesiedelter Personen gekostet. Durch die innerländischen Flüchtlinge, kam es zu erheblichen materiellen Einbußen, so der ehemalige-Chef des OSZE-Pressebüros in der Ukraine, Mykhailo Botsiurkiv.

"Leider können wir das Ende des Krieges, nicht in naher Zukunft vorhersehen. Vor zwei Wochen verzeichnete die OSZE alleine 3300 Explosionen im Donbass, in der Vorwoche gab es einen Anstieg um 45%", sagte Botsiurkiv.

Es gibt einen weiteren Krieg in der Ukraine, den Krieg gegen die Korruption

Auch eine zweite Front gebe es in der Ukraine zu beachten. Den Krieg gegen die Korruption.

"Es geht trotz der Zusagen von Präsident Poroschenko unvermittelt weiter. Sein Widerwillen, den Krieg gegen die Korruption zu verstärken, schadet dem Image der Ukraine im Ausland. Es stoppt ausländische Investoren, in die Ukraine zu kommen und hier zu investieren", laut dem ehemaligen-Chef des OSZE-Pressebüros.

"Viele Journalisten, die Untersuchungen von korrupten Beamten beginnen, werden zur Zielscheibe von Drohungen und Nötigung, wobei die Behörden immer wieder mal ein Auge zudrücken", berichtet der Experte abschliessend. Eine Analyse die viele Beobachter der ukrainischen Politiklandschaft teilen.