Dem russischen Politologen Oleg Bondarenko wurde die Einreise in die EU verweigert.

Bondarenko wurde bei der Passkontrolle auf dem Flughafengelände in Berlin-Tegel festgenommen, er behauptete daraufhin, dass er "auf Antrag Polens daran gehindert worden sei, das Gebiet der Europäischen Union zu betreten".

"Auf Bitte Polens wurde mir ohne Erklärung verboten, in das Gebiet der EU einzureisen. Das Einreiseverbot dauert 3 Jahre", sagte Bondarenko.

Laut Bondarenko flog er auf Einladung der Deutschen Linkspartei ("Die Linke") nach Berlin, um an einer politischen Veranstaltung teilzunehmen. Bondarenko sagte weiter, dass er sich derzeit auf die Abschiebung vorbereitet: "Jetzt nehmen sie mich, unter Begleitung, mit zu einem anderen Flughafen [Berlin-Schönefeld], von wo ich bereits wieder nach Moskau fliegen werde".

Aus öffentlichen Quellen ist bekannt, dass Bondarenko eine aktive Rolle bei organisierten Aktivitäten in den von pro-russischen Söldnern gehaltenen Territorien Luhansk und Donezk gespielt hatte. Insbesondere ist er oft ein geladener "Experte" für Fernsehprogramme auf Propagandakanälen und hat erklärt, dass "die Wiederherstellung der Souveränität der Ukraine im Donbass nicht in Frage kommt". Seine Reden und Erklärungen wurden in sozialen Netzwerken regelmäßig von der so genannten "Luhansker Volksrepublik" veröffentlicht.