Die schrittweise Erhöhung der Gehälter von Beamten hat nicht zu einer Verbesserung der Arbeit des öffentlichen Dienstes als Ganzes geführt, sagt Serhiy Soroka, ein Experte der Reform der öffentlichen Verwaltung, des Think Tank "Reanimation Package of Reforms".

"Zu Beginn der Reform des öffentlichen Dienstes im Jahr 2014 beschwerten sich die Beamten über die Höhe ihrer Gehälter. -Erhöht unsere Gehälter und wir werden effektiv arbeiten-. Jetzt werden die Gehälter allmählich erhöht, aber die Arbeit des öffentlichen Dienstes bleibt ineffektiv. Ich richte mich nach den wirtschaftlichen Bewertungen des Davoser Forums, welches die Ukraine auf Platz 135 von 140 in Bezug auf die Effektivität der öffentlichen Institutionen positionierte. Dies ist ein sehr schlechter Platz", sagte Soroka beim runden Tisch im Gorschenin-Institut.

Nach Ansicht des Experten, sollte die Höhe der Gehälter der Beamten eher an die Ergebnisse ihrer Arbeit geknüpft sein, als an ihre Stellen oder ihre Erfahrung. Unterdessen haben die Menschen Angst, beruflich in den öffentlichen Dienst zu wechseln, weil sie Angst vor der enormen Bürokratie haben.

Soroka ist der Ansicht, dass Spezialisten für Reformen aufgrund der höheren Verantwortung, auch höhere Gehälter als andere Beamte erhalten sollten. Er erinnerte zugleich daran, dass jeder Beamte an Stellenausschreibungen teilnehmen kann.

"Die hohen Gehälter von Reformspezialisten können Unzufriedenheit in der Gesellschaft verursachen, aber Entschädigungen für diese Arbeiter, das heißt Lohnzuschläge, werden aus EU-Mitteln im Rahmen einer Vereinbarung zwischen der ukrainischen Regierung und der Europäischen Kommission zur Unterstützung dieser Reform gezahlt. Ukrainische Reformen werden somit von europäischen Steuerzahlern bezahlt", sagte Soroka.

Eine im vergangenen Jahr abgehaltene Umfrage unter Experten und einfachen Bürgern habe ergeben, dass die Reform der öffentlichen Verwaltung gescheitert sei. Ukrainer sehen demnach keine Ergebnisse der Reform des öffentlichen Dienstes.

Das Gesetz über den öffentlichen Dienst trat am 1. Mai 2016 in Kraft.