Der Vorstandschef von Gazprom Alexei Miller, hat verkündet, dass Gazprom nach der Entscheidung des Schiedsgerichts in Stockholm, die Kündigung von Verträgen für die Gaslieferung und den Gastransit mit der ukrainischen Gasgesellschaft „Naftogaz Ukraine“ initiiert hat, berichtete interfax.ru.

„Die Richter des Schiedsgerichts haben ihre Entscheidung mit der Verschlechterung der ukrainischen Wirtschaft argumentiert. Wir sind strikt dagegen, dass die wirtschaftlichen Probleme der Ukraine auf unsere eigenen Kosten gelöst werden. In einer solchen Situation ist die Gültigkeit der Verträge für Gazprom wirtschaftlich unzweckmäßig und unrentabel“, sagte Miller.

Ihm zufolge müsse „Gazprom“ nun sofort mit der Vertragsauflösung von Verträgen mit „Naftogaz Ukraine“ über die Gaslieferung und den Gastransit beginnen.

Trotz der Ankündigung der Beendigung aller Verträge mit der Ukraine, wird Gazprom den Transit von Gas durch die Ukraine in naher Zukunft nicht stoppen. Dies liegt daran, dass die Parteien Zeit brauchen, um rechtliche Schwierigkeiten zu lösen. Dies wurde am späten Nachmittag, vom offiziellen Vertreter Gazproms Sergey Kupriyanow angekündigt.

„Wenn es so wäre, hätten wir es so direkt gesagt“, sagte Kupriyanow auf die Frage, ob die Gaslieferungen an die Ukraine eingestellt werden.

"Wenn die Parteien nicht innerhalb von 30 Tagen nach dem Eintreten einer Streitigkeit oder Meinungsverschiedenheit eine für beide Seiten akzeptable Lösung finden, werden Streitigkeiten, Meinungsverschiedenheiten oder Ansprüche im Zusammenhang mit diesem Vertrag oder seiner Verletzung, Kündigung oder Nichtigkeit endgültig durch ein Schiedsverfahren gemäß der Vorschriften des Arbitration Institute der Stockholmer Handelskammer gelöst", heißt es dazu im offiziellen Vertragstext.

Ein plötzliche Beendigung der Gaszufuhr durch Russland, ist demnach nicht möglich. Allerdings droht auch hier, ein erneuter Gang vor das Stockholmer Schiedsgericht.


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