Der Gefangenenaustausch im Donbass ist vorüber, und 73 ukrainische Gefangene, die zuvor im nicht von der Regierung kontrollierten Gebiet gefangen gehalten wurden, sind freigelassen worden.
Der Artikel wurde aktualisiert - Stand: 0:10Uhr/ 28.12.2017

"Es gibt gute Nachrichten. Der Austausch ist vorbei. Die ukrainische Seite hat 73 Geiseln erhalten, die im besetzten Teil des Donbass in Gefangenschaft gehalten wurden. Sie kehren nach Hause zurück!" schrieb die Vertreterin des ukrainischen Präsidenten in der Werchowna Rada, Iryna Luzenko, am Mittwoch auf ihrer Facebook-Seite.

"Ich habe mich gerade bei unseren Jungs bedankt, die aus der Gefangenschaft zurückkehren, unter ihnen der "Cyborg" - Oleksandr Morozov und der Historiker Ihor Kozlovsky. Danke für Eure Geduld und Ausdauer, Jungs!", schrieb der ukrainische Präsident auf seiner Facebook-Seite.

Gemäß der Ersten Vize-Sprecherin der Werkhowna Rada Iryna Geraschchenko, welche die Ukraine in der humanitären Untergruppe der Trilateralen Kontaktgruppe vertritt, hielten die von Russland unterstützten Söldner, 162 Ukrainer in den besetzten Gebieten gegen Ende November gefangen. Gemäß ihr wurden Vereinbarungen erreicht, um 73 Ukrainer für 306 Menschen auszutauschen, die von der ukrainischen Seite verhaftet wurden waren.

Geraschchenko stellte zudem fest, dass sich auch zehn Frauen unter den 73 heute befreiten Geiseln befinden. Insgesamt sei es der ukrainischen Seite auch gelungen, den Aufenthaltsort von 96 weiteren ukrainischen Bürgern zu ermitteln, die im nicht von der Regierung kontrollierten Gebiet als Geiseln gefangen gehalten werden.

Einige der Gefangenen der ukrainischen Seite, weigerten sich in die von Russland besetzten Gebiete zurückzukehren. Diese Personen befinden sich nun in der Ukraine auf freiem Fuß. Auf Seiten der pro-russischen Söldner, verweigerte eine ehemalige Soldatin der ukrainischen Streitkräfte ihre Rückkehr in die Ukraine und blieb in den besetzten Gebieten der östlichen Ukraine. "Sie sagte, dass sie pro-ukrainische Ansichten habe, aber ihre Familie ist in Donezk, deshalb bleibt sie", so eine Sprecherin.

"Etwa 5% der Menschen auf der Liste sagten bereits im September, dass sie sich weigern zu reisen, und dies wurde von Vertretern der sogenannten DVR und LVR [selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk] dokumentiert. Diese Leute wurden von der Liste gestrichen. Um jedoch die Richtigkeit ihrer Entscheidung zu bestätigen, kamen diese Leute zur Kontaktlinie und bekräftigten ihre Bereitschaft, in Anwesenheit von internationalen Beobachtern nicht in die besetzten Gebiete transferiert zu werden", sagte Mykhailo Chaplyha, ein Sprecher der ukrainischen Werchowna Rada für Menschenrechte. Er lehnte es ab, genau zu sagen, wie viele Menschen sich weigerten in die besetzten Gebiete zurückzukehren..

Der Gefangenentransfer fand in einer neutralen Zone zwischen Horlivka und Mayorsk statt.