Kanadische Bundesbeamte haben Online-Gerüchte, die durch russische Social-Media-Konten verbreitet wurden, komplett zurückgewiesen. Laut der Fake-Meldung seien drei kanadische Soldaten, die in der Ukraine arbeiteten, durch eine Landmine getötet wurden.

Das kanadische Verteidigungsministerium und die kanadischen Streitkräfte erklärten gegenüber dem kanadischen TV-Sender "CTV News", die Behauptungen seien völlig falsch und es gebe keine Kanadier, die verletzt oder getötet worden seien.

Die falsche Behauptung erschien zuerst auf einer russischsprachigen Website, die die pro-russische Gruppe "Donezker Volksrepublik" ("DVR") zitiert. Die von Russland finanziell unterstützte Separatistengruppe wurde von der Ukraine im Jahr 2015 zur Terrorgruppe erklärt. In deutscher Sprache erschien der Artikel unter anderem bei "Sputnik".

Der Bericht behauptet fälschlicherweise, dass drei NATO-Soldaten aus Kanada von einer Landmine in der Nähe der Stadt Awdijiwka im Donbass im Osten der Ukraine getötet wurden. Weiter wird im Bericht behauptet, dass zwei amerikanische Soldaten bei der Explosion verletzt wurden. Ukrainische Beamte planen demnach, pro-russische Gruppen für den "Angriff" verantwortlich zu machen, den sie einen "Unfall" nennen.

Stattdessen heißt es in dem Bericht, dass der Landminenunfall, der nie geschehen ist, alleinige Schuld der ukrainischen Regierung sei. Der Artikel zitiert das sogenannte Verteidigungsministerium der "DVR". Die "DVR" ist weder ein Land, noch hat es ein Verteidigungsministerium.

Trotz der Unwahrheit des Berichts verbreitete der Bericht sich rasant auf russischsprachigen Social-Media-Konten. Schließlich wurden die Behauptungen ins Englische übersetzt und auf den Radar der westlichen Medien gebracht. Das Gerücht scheint von Twitter-Konten in Russland eingespeist zu werden, um zu versuchen das Vertrauen in die NATO zu untergraben.