Der Ständige Vertreter der Ukraine bei den Vereinten Nationen, Vladimir Yelchenko, sagte, dass Fortschritte in der Frage der Einführung von UN-Friedenstruppen im Donbass in naher Zukunft nicht erwartet werden sollten.

Yelchenko stellte fest, dass Anfang 2017 eine Aussicht auf den Einsatz der UN-Friedensmission im Donbass bestand, als sich der US- Sonderbeauftragte für die Ukraine-Verhandlungen, Kurt Volker, mit dieser Angelegenheit beschäftigte.

"Nach drei oder vier Treffen war die amerikanische Seite davon überzeugt, dass Russland alle Bedingungen ablehnt, die nicht nur für die Ukraine und die Vereinigten Staaten wichtig sind, sondern auch für die Partner des "Normandie-Formats" und Mitglieder des UN-Sicherheitsrats. Der Sicherheitsrat war bereit, mit der Arbeit an dem Mandat der Friedensoperation zu beginnen, aber Russland lehnte fast alle wichtigen Bestimmungen ab und kehrte zu seiner Idee einer seltsamen Operation zurück, bei der UNO-Friedenstruppen die OSZE-Beobachter bewachen würden", sagte Yelchenko.

Russland habe alle Chancen verstreichen lassen und zeige demnach keinerlei Bereitschaft, von seinem Anliegen abzurücken, oder Abänderungen zuzulassen.

Laut dem ukrainischen Top-Diplomaten müsste die Frage des Einsatzes von Friedenstruppen, bei einem Treffen der UN-Generalversammlung genauer erörtert werden. Nur ständiger politischer Druck, könne Russland zu Zugeständnissen bewegen.

Zuletzt sei der politische Druck auf Russland allerdings eher zurückgegangen.