Der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin sagte, die internationale Gemeinschaft wisse nicht, wie sie mit Russland umgehen soll.

"Nach zwei Tagen des Eintauchens in die Realität der Münchner Sicherheitskonferenz sind mir viele Gedanken in den Sinn gekommen. Im Allgemeinen waren sie optimistisch, aber leider waren einige nicht immer sehr positiv. Russische Aggressionen gegen die Ukraine werden immer noch von vielen als Drama-Film wahrgenommen, gesehen von einer bequemen Sofa-Realität aus. Offensichtlich finden einige es bequemer. Und das ist natürlich sehr ärgerlich", schrieb Klimkin auf Facebook am 17. Februar.

"Die gute Nachricht ist, dass es immer mehr Menschen gibt, die erkennen, dass sie so nicht weitermachen können - mit Russland muss etwas getan werden. Man kann es definitiv nicht von einer bequemen Beobachtungsposition aus tun", argumentierte Klimkin weiter.

Laut Klimkin gibt es keine endgültige Antwort darauf, was und wie dies zu tun ist.

"Da gibt es keine Antwort darauf, wie man sich gegen die Tatsache wehren kann, dass die Welt immer gefährlicher wird. Aber fast jeder hat ein Verständnis für die Quelle dieser Gefahr. In der Zwischenzeit gibt es auf dieser Welt weniger Sicherheit, während die Anzahl an Sicherheitsforen anwächst. Mit einem solchen Tempo riskiert die zukünftige Welt ein großes Übel", so der ukrainische Außenminister.

Laut Klimkin werden die transatlantische Gemeinschaft und Europa den Wert der Ukraine und ihren Beitrag zur globalen Sicherheit und Stabilität mehr zu schätzen wissen.

"Und immer mehr Menschen sind bereit, darüber zu diskutieren. Dies ist in der Tat meine wichtigste Schlussfolgerung aus München [der Sicherheitskonferenz]", schlussfolgerte der ukrainische Minister.