Die Ukraine wird keine direkten Verhandlungen mit den Söldnern der "LVR" und "DVR" führen. Auch wird es keine Kompromisse in der Frage des Mandats der künftigen Friedensmission für den Donbas geben.

Dies berichtete der ukrainische Außenminister Pavlo Klimkin gegenüber dem ukrainischen Fernsehsender "Pryamoi" am Freitagabend, 15. Dezember, während einer Live-Übertragung aus New York.

Auf einer jährlichen Pressekonferenz am Donnerstag, 14. Dezember, sagte der russische Präsident Wladimir Putin, dass "die Russische Föderation nichts dagegen hätte, die Situation im Donbas unter internationale Kontrolle zu stellen, aber dies sollte nur durch direkte Verhandlungen zwischen den Parteien entschieden werden."

Er sagte zuvor ebenfalls, dass Friedenstruppen direkt an der Demarkationslinie im Donbas und in keinem anderen Territorium stationiert werden sollten. Kiew ist jedoch der Meinung, dass die UN-Mission ein breiteres Mandat haben sollte und in der Donbas-Region bis zur Grenze zu Russland eingesetzt werden sollte.

"Kompromisse finden sich in Politik und Diplomatie, aber nicht in dem Grundsatz, der das Mandat der Mission und welche die Zukunft des Donbas beeinflusst."
Der Minister merkte zudem an, dass die Idee der Möglichkeit, mit den von Moskau kontrollierten Terroristen zu verhandeln, "absurd" ist.

"Im Allgemeinen ist die Vorstellung, dass jemand Gespräche mit jenen führen wird, die Russland 2014 im Donbas durch gefälschte Wahlen an die Macht gebracht hatte, schizophren. Und die jüngsten Ereignisse in Luhansk zeigen anschaulich, dass es per Definition keine Führer, Milizen oder irgendjemanden gibt, wie Russland sie nennt. Es gibt einfach Banden, die von verschiedenen russischen Sonderdiensten, oder russischen Militärs kontrolliert werden. Deshalb ist dort per Definition nichts unabhängig, und niemand kann mit ihnen reden", betonte Klimkin.

Der Außenminister betonte, dass die Ukraine niemals Schritte unternehmen werde, die so interpretiert werden können, als ob der Krieg im Donbas ein interner Konflikt sei.

"Im besetzten Donbas gibt es niemanden, mit dem man reden könnte. Alle "Puppenspieler" sitzen natürlich in Moskau", resümierte Klimkin.

Der Minister erklärte weiter, dass er sich mit dem UN-Generalsekretär treffen und mit ihm die Frage der Friedenstruppen diskutieren werde.