Die Bemühungen der russischen Seite zielen darauf ab, die ukrainische Seite in den Dialog mit Vertretern der von der Russischen Föderation kontrollierten illegalen bewaffneten Formationen zu drängen, sagte der ukrainische Außenminister Pavlo Klimkin.

"Alle Handlungen des Kremls zielen darauf ab, Verhandlungen mit ihren Marionetten einzuleiten. Aber beim Puppentheater ist es nur möglich, mit den Puppenspielern zu sprechen. Vielleicht ist [das Abenteuer von] Pinocchio zu Moskaus Handbuch geworden", schrieb Klimkin auf Twitter am Montag, dem 18. Dezember.

Zuvor war bekannt geworden, dass russische Offiziere des gemeinsamen Zentrums für Kontrolle und Koordinierung (JCCC) am Montag das Territorium der selbsternannten Republiken im Donbas verlassen hatten und in die von der Ukraine kontrollierte Stadt Soledar gereist waren, um später nach Russland auszureisen.

Das russische Außenministerium berichtete, dass das russische Militär das JCCC verlassen habe, weil "Kiew ihre Arbeit behindert habe".

Das ukrainische Außenministerium erklärte seinerseits, es sei unzufrieden mit Russlands einseitiger Entscheidung, russische Militärs aus der JCCC abzuziehen, und sagte, es sehe wie eine Provokation aus, welche die Minsker Vereinbarungen erheblich untergrabe und einen Versuch darstelle, jegliche Verantwortung als Kriegspartei abzulehnen."

Die ukrainischen Mitglieder des JCCC hingegen, werden ihre Arbeit fortsetzen, aus Sicherheitsgründen werden diese allerdings nun aus den besetzten Gebieten des Donbas in sichere Bereiche versetzt.