Der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin erklärte, dass die einzelnen Mitgliedstaaten des Europarates bereit seien, die russische Delegation zur PACE zurückzubringen, ohne Russland zu verpflichten, irgendwelche Bedingungen zu erfüllen.

Laut Klimkin wird dies den Prozess der "Normalisierung" all dessen in Gang setzen, was Russland begangen hat.

"Ein Präzedenzfall für die Rückkehr Russlands zur PACE wird bedeutende symbolische Konsequenzen haben - es beginnt der Prozess der 'Normalisierung' von allem, was die Russische Föderation zu begehen gewagt hat, ohne dass seitens Russlands Schritte zur Normalität unternommen werden. Und diejenigen, die eine derart verzerrte globale Realität schaffen, sollten eine gewisse Verantwortung dafür tragen", ließ Klimkin auf Facebook mitteilen.

Klimkin fügte hinzu, dass die Ukraine nicht länger politisch korrekt handeln werde.

"Wenn einige Menschen in Europa der Erpressung des Kremls nachgeben und ihre Köpfe im Sand verstecken, kann vom Europarat und letztendlich von allen europäischen Werten sehr bald nichts mehr übrig sein", so der ukrainische Außenminister.

Seit 2014 sind der russischen Delegation im Europarat (PACE) die Grundbefugnisse entzogen. Bei einer Sitzung am 9. Oktober 2018 stellte die PACE wie im Jahr 2017 das Stimmrecht Russlands nicht wieder her und verschob eine Entscheidung auf das Jahr 2019.


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