Das Ökumenische Patriarchat leitet nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko Verfahren ein, die der Ukrainischen Orthodoxen Kirche die Einführung von Autokephalen ermöglichen.

Insbesondere beschloss die Synode des Ökumenischen Patriarchats, die Verfahren einzuleiten, die für die Bereitstellung von Autokephalen für die orthodoxe Kirche in der Ukraine erforderlich sind. Auch werden andere lokale orthodoxe Kirchen entsprechend informiert.

Gemäß der Anweisung von Präsident Petro Poroshenko, am 20. April, besuchte der stellvertretende Leiter der Präsidialverwaltung der Ukraine, Rostyslaw Pawlenko, Istanbul und übergab die Petition des Präsidenten der Ukraine, an den Ökumenischen Patriarch Bartholomäus.

Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, sagte, der Kreml könne die Gründung der Ukrainischen Orthodoxen Kirche (UOC) nicht unterstützen und nannte dies eine "Spaltung".

Die Ukraine versucht seit 2016 die Kontrolle des Moskauer Patriarchats abzuschaffen und die Eigenständigkeit für die Ukrainische Orthodoxe Kirche zu erlangen.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte sich an den Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus I. mit der Bitte gewandt, der Orthodoxen Kirche in der Ukraine Autokephalie (Eigenständigkeit) zu gewähren. Zuvor hatten bereits alle Bischöfe von zwei ukrainischen orthodoxen Kirchen ein entsprechendes Ersuchen an den Patriarchen von Konstantinopel unterzeichnet. Am 19. April stimmte dann das ukrainische Parlament für die Unterstützung der Initiative des Präsidenten. Wenn der Patriarch der Bitte nachkommt, kann in der Ukraine eine ukrainische Ortskirche gebildet werden. Dies wird bereits seit der Unabhängigkeit des Landes angestrebt. Weitere Hintergründe können in der Dokumentation des "UCMC" nachgelesen werden.