In Simferopol, einer von Russland annektierten Stadt auf der Krim, führten sogenannte russische "Sicherheitskräfte" Durchsuchungen in den Häusern von Krimtataren durch.

Berichten zufolge nahmen die russischen "Sicherheitskräfte" Fingerabdrücke und Speichelproben vom 27-jährigen Krimtataren, Mustafa Bazirov. Sie nahmen auch sein Tablet und sein Mobiltelefon mit. Laut weiteren Informationen, wurden auch Bekannte Bazirovs welche sich zu der Zeit in dessen Wohnung befanden, auf Speichergeräte durchsucht und verhört.

Bazirov wurde genaustens über Auslandsreisen nach Weißrussland und in die Türkei befragt.

Zuvor wurde auf der besetzten Krim, im Dorf Urozhaine, das Haus des Vorsitzenden der krimtatarischen Mejlis-Vereinigung, Ibrahim Osmanov, von russischen Beamten durchsucht.

Sie stellten keinen Haftbefehl aus und nannten keine Gründe für das, was passierte. Nach der Durchsuchung wurde ebenfalls Osmanovs Sohn Rustem festgenommen. Er wurde in die Polizeiabteilung des Bezirks Bakhchysarai gebracht, aber später ohne weitere Angabe von Gründen freigelassen.