Ein „Gericht“ der russischen Besatzer auf der Krim hat am Donnerstag ein neues Urteil für den ukrainischen Aktivisten Wolodymyr Baluch verkündet. Baluch wurde zu fünf Jahren Haft in einem Arbeitslager und einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Rubel verurteilt, berichtet Radio Free Europe/Radio Liberty.

Baluch wurde wegen Desorganisation der Arbeit eines Untersuchungsgefängnisses angeklagt.

Baluch wurde zuvor zu 3 Jahren und 5 Monaten Arbeitslager und zu einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Rubel verurteilt. Er wurde am 8. Dezember 2016 vom russischen Geheimdienst FSB festgenommen. Nach Angaben des Geheimdienstes wurden auf dem Dachboden seines Hauses 90 Stück Munition und mehrere Sprengkörper entdeckt. Laut Menschenrechtlern und der Verteidigung des Aktivisten wurde er für seine pro-ukrainische Position, und für eine ukrainische Staatsflagge in seinem Hof, bestraft.

Der Aktivist befindet sich seit dem 19. März aus Protest gegen seine Verurteilung in einem Hungerstreik.

Außenministerium kritisiert Urteil gegen Baluch

Das Außenministerium der Ukraine protestiert gegen die Verurteilung des ukrainischen Aktivisten Wolodymyr Baluch auf der Krim.

Die Sprecherin des Außenamtes Marianna Betsa schrieb auf Twitter: „Rache des Besatzers. Fünf Jahre für Patriotismus. Absolut willkürliches und illegales Urteil für Baluch. Wir äußern unseren Protest gegenüber der Russischen Föderation.“

Betsa rief die Partner der Ukraine dazu auf, ihren Einfluss auf den Kreml für die Freilassung von Baluch geltend zu machen. Betsa forderte von Russland erneut die Freilassung ukrainischer Gefangener.


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