Das Ministerkabinett der Ukraine hat am Mittwoch, dem 31. Januar, die Liste der Länder, deren Transaktionen an und von ukrainischen Staatsbürgern durch die Ukraine überwacht werden, überarbeitet. Das Kabinett nahm Lettland, Estland, Georgien, Malta und Ungarn von der Liste.

Die Regierung wird Konsultationen mit diesen Ländern führen, um Schlupflöcher zu schließen, die den Abzug von Geld aus der Ukraine zum Nullsatz ermöglichen.

"Wenn diese Verhandlungen beweisen, dass die Interessen unseres Staates geschützt sind, kommen wir auf dieses Problem zurück", sagte der Finanzminister Oleksandr Danyljuk bei der Kabinettssitzung.

Die Anzahl der Länder auf der Beobachtungsliste der sogenannten Steueroasen, wurde somit von 84 auf 69 reduziert.

Die Liste wurde am 1. Januar erweitert. Die Liste umfasst nun Staaten und Gebiete, in denen der Unternehmensgewinnsteuersatz um 5 Prozentpunkte niedriger ist als in der Ukraine (d.h. unter 13%); die Staaten, mit denen die Ukraine internationale Verträge hat, mit Bestimmungen zum Austausch von Steuerinformationen; und die Staaten, deren zuständige Behörden keinen rechtzeitigen und vollständigen Austausch von Steuer- und Finanzinformationen zu den Ersuchen des staatlichen Finanzdienstes bereitstellen.

Das Kriterium des Körperschaftsteuersatzes, der um mindestens 5 Prozentpunkte niedriger ist als in der Ukraine, berücksichtigte sowohl den Basissatz als auch die Präferenzzollsätze für einzelne Branchen, Gebiete und Arten von Tätigkeiten.

Gemäß des am 1. September 2013 in Kraft getretenen Gesetzes zur Änderung des Steuergesetzbuches der Ukraine, gelten die Regeln für die Verrechnungspreise für kontrollierte Transaktionen mit Gebietsansässigen, in Niedrigsteuerländern.