Das lettische Außenministerium übergab der Geschäftsträgerin der Ukraine, Alisa Podolyak, eine offizielle Verlautbarung, in der die Ukraine aufgefordert wurde, Maßnahmen zu ergreifen, damit Lettland von der ukrainischen Liste der Offshore-Jurisdiktionen gestrichen werde.

Der lettische Außenminister Edgars Rinkēvičs sagte der Agentur "LETA", dass an der Lösung dieses Problems gearbeitet werde, unter anderem mit der Beteiligung des Finanzministeriums des Landes. Er sagte, dass die Botschafter Lettlands und Estlands in der Ukraine an diesem Thema zusammenarbeiten, da auch Estland auf dieser Liste steht.

Der Leiter der lettischen Diplomatie sagte, die Situation sei wegen der falschen Interpretation der neuen lettischen Steuergesetzgebung entstanden, die einen Nullsatz der Steuer auf reinvestierte Gewinne vorsehe. Dieses System kann jedoch nicht als steuerfrei angesehen werden, da Dividenden in Lettland erhoben werden.

Zuvor hatte das lettische Außenamt erklärt, dass die Einbeziehung Lettlands in die Liste der Offshore-Länder ein Fehler sei.

Die Ukraine hatte seit dem 1. Januar Estland, Lettland und weitere 17 Länder und Gebiete auf die Liste der Anti-Offshore-Kontrollen gesetzt.

Der Finanzminister Oleksandr Danilyuk hat in einem Kommentar nicht ausgeschlossen, dass auch ander Länder ebenso von der Liste genommen werden könnten.