Die Ukraine betrachtet den Bau der Gasleitung Nord Stream 2 als eine neue Art der russischen hybriden Waffe gegen europäische Länder.

Dies erklärte der Regierungschef der Ukraine Wolodymyr Hrojsman bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Ministerpräsidenten der Slowakei, Peter Pellegrini, am Dienstag in Bratislava.

Weiter sagte Hrojsman, die Ukraine und die Slowakei hätten das Recht und müssten ihren Status als Transitländer behalten, aber „wird sind auch mit diesem Status ein Garant für einen sicheren Gastransit in europäische Länder“. Nach seinen Worten habe die Situation mit der Ukraine gezeigt, dass Russland unter keinen Umständen die Sicherheit des Gastransits durch andere Routen gewährleisten könne.

„Die Ukraine und die Slowakei sowie europäische Partner könnten dies durch die Nutzung des ukrainischen Gasnetzes tun“, betonte der Premier.

Hrojsman erinnerte daran, dass Reverse-Flow-Gaslieferungen über die Slowakei und andere Partner die Ukraine gerettet und ihre Abhängigkeit von Russland verringert hätten. Dieser Kanal für die Gaslieferungen sei sehr wichtig, er stärke die Energiesicherheit der Ukraine, so Hrojsman.

Pellegrini sagte, dass slowakische Unternehmen an der Beteiligung an einem Verwaltungskonsortium für das ukrainische Gasnetz interessiert sind. Die Unternehmen wollen auch an der Modernisierung des Gasnetzes teilnehmen, betonte er. Die Slowakei lehnt ihm zufolge das Projekt Nord Stream 2 ab. „Das ist ein Weg für das Umgehen der Ukraine und der Slowakei und wird negative Folgen für beide Länder haben. Und unsere Länder wollen den Gastransit fortsetzen“, so Pellegrini.


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