Der Großbrand in dem Arsenal in der Nähe der Stadt Itschnja in der Region Tschernihiw ist vollständig gelöscht worden.

Dies teilte der Pressedienst des Verteidigungsministeriums mit.

"Man kann nur noch einzelne Explosionen durch Schwelbrände je 1 bis 2 Stunden verzeichnen. Sie stellen keine Gefahr den Ortschaften dar, die in der Nähe des Munitionslagers liegen", heißt es in der Mitteilung.

Die Einheiten der Streitkräfte der Ukraine zusammen mit dem Katastrophenschutzdienst beseitigen Nebelquellen und Schwelbrände, so der Abteilungsleiter für Kommunikationen und Presse des Verteidigungsministeriums, Oberst Olexij Tschornobaj vor Ort.

Poroschenko schließt personelle Entscheidungen nicht aus

Poroschenko forderte vom Verteidigungsministerium und Generalstab eine Liste von entlassenen Generälen und Offizieren, die die Verantwortung für die Situation bezüglich der Lagerung von Munition tragen, sagte der Staatschef bei einem Treffen mit Kommandeuren der Brigaden der Streitkräfte, der Nationalen Polizei und des Grenzschutzdienstes in der Oblast Chmelnyzk.

„Ich rechne auch mit einer schnelle Reaktion der Rechtsschutzorgane. Ich schließe auch bestimmte personelle Entscheidungen nicht aus“, so Poroschenko.

Allerdings betonte Poroschenko, das Problem könne nicht nur mit personellen Entscheidungen gelöst werden. Hier seien Systementscheidungen notwendig. Derzeit verfüge die Ukraine über kein einziges modernes Munitionslager.

Alle Straßen entmint

Alle Straßen, 16 km von dem Munitionslager in der Ortschaft Drushba, Rayon Itschnja entfernt, sind von explosionsgefährlichen Gegenständen geräumt worden.

Dies teilte der Pressedienst des Katastrophenschutzdienstes mit.

„Die Pioniertruppen der Zivilschutzbehörde haben alle Straßen zu den Ortschaften innerhalb von 16 km, 29 km Stromtrassen, 7 km Erdgasleitungen, das Gelände von 3 Gasverteilungsstationen, 3 Schulen, 3 Kindergärten, Altersheime, 1669 Hauswirtschaften von explosionsgefährlichen Gegenständen geräumt“, heißt es in einer Mitteilung.

Für die Beseitigung der Folgen des Brandes im Munitionslager wurden knapp 700 Mitarbeiter und 150 Technikeinheiten darunter 270 Mann, 75 Technikeinheiten und zwei Flugzeuge AN-32P des Katastrophenschutzdienstes eingesetzt.

Ein Großbrand war in der Nacht zum 9. Oktober in einem Munitionslager in Nähe der Stadt Itschnja, in der Region Tschernihiw ausgebrochen. Nach Angaben des Sicherheitsdienstes SBU werden drei Versionen des Großbrandes in dem Arsenal in Betracht gezogen: der Sabotageakt einer Diversionsgruppe, Verstoß gegen die Brandschutzbestimmungen bei Munitionslagerung und drittens eine illegale Sprengung, um Fehlmengen an Kampfvorräten zu verheimlichen.


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