Beamte des Nationalen Antikorruptionsbüros der Ukraine (NABU) haben den ehemaligen Manager der Seehafenverwaltung aus Odessa wegen des Verdachts der Unterschlagung festgenommen.

"Dumskaya" zitiert dazu Quellen der Strafverfolgungsbehörden, wonach der ehemalige Leiter der Seehafenverwaltung, Andriy Amelin und seine Stellvertreter zu den in Odessa inhaftierten gehören.

Die Verwaltung teilte mit, dass ihr Büro in Odessa auf der Grundlage eines Gerichtsbeschlusses des Bezirksgerichts von Kiew, in dem 2015 eröffneten Unterschlagungsfall durchsucht wurde.

"Der Fall betrifft die mutmaßliche Veruntreuung von Geldern durch Mitarbeiter von "Tekhmorhyrdobud Mykolayiv Ltd" nach vorheriger Absprache mit dem ehemaligen Management der Seehafenverwaltung der Ukraine. Dokumente, die in der gerichtlichen Anordnung aufgeführt sind, werden konfisziert", sagte Serhiy Hronskyy, ein stellvertretender Leiter der Verwaltung für See- und innere Sicherheit der Ukraine.

Der Fall betrifft von "Tekhmorhyrdobud Mykolayiv Ltd" - in der Zeit von 2015 bis 2016 - durchgeführte Tiefbaggerarbeiten an den Häfen Berdyansk und Mariupol. Zunächst wurden die Kosten auf 290,31 Millionen Hriwnja geschätzt. Später stellte sich heraus, dass der Hafen nicht ausreichend vertieft war und Andriy Amelin leitete am 11. Dezember 2015 eine zusätzliche Ausschreibung ein, die auch wieder die Firma "Tekhmorhydrobud" aus Mykolajiw gewann. Diesesmal kosteten die Arbeiten 712.18 Millionen Hriwnja.

Neben Odessa, durchsuchte das NABU auch die Büros der Seehafenverwaltung in der Region Mykolajiw und Kiew.