Wegen eines Chemieunfalls auf der besetzten Krim sind 59 Menschen auf das ukrainische Festland ausgereist.

Dies teilte der Sprecher des regionalen Grenzschutzdienstes in der Oblast Cherson, Iwan Schewzow, gegenüber dem Fernsehesender „112 Ukraine“ mit. Die meisten Menschen wollen sich laut dem Sprecher in Kliniken in Cherson behandeln lassen. Die Kontrollposten „Kalantschak“ und „Tschaplynka“ an der administrativen Grenze zwischen der Region Cherson und der Krim seien für die Einreise auf die Krim gesperrt. Man könne über diese Kontrollposten aber die Krim verlassen.

Nach Angaben des Sprechers registrierte der Grenzschutzdienst in den letzten zwei Tagen keine Luftverschmutzungen mehr, die Situation bleibt damit vorerst stabil.

Der Berater des Chefs des ukrainischen Grenzschutzdienstes, Oleh Slobodjan, teilte zuvor mit, dass nach dem Chemieunfall auf der Krim 61 Grenzschützer medizinische Hilfe brauchten. Fünf von ihnen würden stationär in Odessa behandelt.

In der Nacht zum 24. August sind in der Stadt Armjansk, wo sich das Titanwerk befindet, unbekannte Giftstoffe in die Luft gelangen. Der ukrainische Grenzschutzdienst registrierte später auch die chemische Verschmutzung in der mit der Krim benachbarten Region Cherson. Das Werk „Titan“ in Armjansk wurde durch eine Anordnung der „Regierung“ der Krim für zwei Wochen außer Betrieb genommen. Kinder im Schulalter, sowie kleine Kinder mit ihren Müttern wurden aus der Stadt evakuiert.

Am 6. September entschied eine Kommission in der Oblast Cherson, Kinder aus einigen Ortschaften der Rayons Kalantschak und Tschaplynka zu evakuieren. In den Ortschaften, die sich in einer möglichen Zone der Verschmutzung befinden, werden Kindergärten und Schulen geschlossen.

Laut Präsident Poroschenko verursachten Übungen der russischen Truppen die Umweltkatastrophe auf der Krim.


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