Der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) hat das Büro der Nachrichtenagentur RIA Novosti Ukraine, ein Teil der Mediengruppe von Russia Today, wegen der möglichen Beteiligung des Direktors Kirill Wyschinski an subversiven Aktivitäten gegen die Ukraine durchsucht. Fünf Durchsuchungen wurden durchgeführt, sagte SBU-Vizechef Wiktor Kononenko.

"Der Grund sind Informationen über die Beteiligung von Journalisten, die Bürger der Ukraine sind, an subversive Aktivitäten gegen die Ukraine", erklärte Kononenko.

Laut dem SBU im Frühjahr 2014 wurde Wyschinski beauftragt, eine Kampagne zu starten um die russische Annexion der Krim als ein legitim darzustellen. Der Journalist wurde durch einem geheimen Dekret des Präsidenten Wladimir Putin, mit einer Medaille für die "Rückkehr" der Krim ausgezeichnet.

"Dann startete er eine Kampagne zur Unterstützung der [selbsternannten] Volksrepubliken Luhansk und Donezk. Für diese Aktivitäten erhielt er täglich 53.000 Euro", sagte Kononenko.

Die Geldtransfers wurden über Serbien in die Ukraine getätigt.

Laut Kononenko hat Wyschinski die doppelte Staatsbürgerschaft - Ukrainisch und Russisch. Sein russischer Pass wurde beschlagnahmt und voraussichtlich wird ihm die ukrainische Staatsbürgerschaft nun entzogen.

Es gibt 20 Zeugen in dem Fall. Darunter vorallem Ukrainer, die an journalistischen Aktivitäten beteiligt sind. Das Strafverfahren wird nach Art. 111 Abs. 1 (Hochverrat) des Strafgesetzbuchs der Ukraine untersucht.