Ungeachtet angespannter Verhältnisse mit Russland hat sich NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg für einen Dialog mit Moskau ausgesprochen.

Dies erklärte der NATO-Generalsekretär in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung", das am Dienstag, den 6. Oktober veröffentlicht wurde, schreibt dw.com.

"Wir wollen keine Konfrontation mit Russland, sondern Dialog", erklärte Stoltenberg.

Dem NATO-Chef zufolge dürfe der Westen allerdings "nicht naiv sein", man müsse "vereint vor Moskau auftreten".

"Von deutschen Politikern wie Helmut Schmidt und Willy Brandt haben wir aus den Zeiten des Kalten Krieges gelernt, dass wir mit Russland reden müssen", betonte Stoltenberg.

Der Chef der Nordatlantischen Allianz machte deutlich, dass es dem Westen ungeachtet aller politischen Spannungen gelinge, "politische Lösungen mit Russland zu finden".

Die größte Gefahr für den Frieden sei Stoltenberg zufolge die Unvorhersehbarkeit in der internationalen Politik. Nach den Worten des NATO-Generalsekretärs seien die Sowjetunion und der Warschauer Pakt im Kalten Krieg die Gefahr für den Westen gewesen. Allerdings seien die Herausforderungen heute komplexer, so Stoltenberg.

"Was wir alle aus der europäischen Geschichte gelernt haben, ist, dass die Kosten des Krieges höher sind als der Preis des Friedens", betonte der Nato-Generalsekretär.


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