Die Geheimdienststrukturen der NATO-Mitgliedstaaten intensivieren die Zusammenarbeit mit dem ukrainischen Militärgeheimdienst, berichtet der Pressedienst des ukrainischen Verteidigungsministeriums.

Die Entscheidung, die Zusammenarbeit zu verstärken, wurde während des offiziellen Besuchs des Chefs der Hauptabteilung der Geheimdienste der Ukraine, Vasyl Burba, in den baltischen Ländern getroffen.

Während der Gespräche veröffentlichte Generaloberst Burba zusätzliche Beweise für die militärische Tätigkeit Russlands in den Gebieten des Donbass.

"Um rechtzeitig Anzeichen für die Vorbereitung Russlands auf die Ausweitung der bewaffneten Aggression gegen unser Land und mögliche militärische Aktionen der Russischen Föderation in den Regionen des Schwarzen Meeres und der Ostsee zu identifizieren haben die Anführer der militärischen Geheimdienste des Nordatlantischen Bündnisses und die Ukraine sich bereit erklärt, den Umfang des Nachrichtenaustauschs zu erhöhen. Jetzt bereiten wir die gemeinsame Bewertung der Aktionen des Angreiferlandes durch das ukrainische Verteidigungsministerium und die NATO vor. Es wurde eine Absichtserklärung im Bereich der Nachrichtendienste unterzeichnet," so der Bericht.

Infolge von Burbas Treffen mit den Leitern des militärischen Nachrichtendienstes Litauens, Lettlands und Estlands wurde ein Erfahrungsaustausch zur Bekämpfung der russischen Aggression insbesondere in wichtigen Bereichen der Nachrichtendienste - im Bereich der Cyber-Nachrichtendienste - aufgebaut.

Zuvor lieferte der militärische Geheimdienst der Ukraine den USA Beweise für die Absicht Russlands, die Situation in Europa weiter zu destabilisieren. Der US-Geheimdienst hält es jedoch für unwahrscheinlich, dass 2019 ein groß angelegter russischer Angriff auf die Ukraine erfolgen wird.