Der Parlamentsabgeordnete von der Fraktion „Volksfront“, Dmytro Tymtschuk, hat sich mutmaßlich beim Reinigen seiner Pistole tödlich verletzt.

Das gab der Abgeordnete Anton Geraschtschenko bekannt. Nach seinen Angaben wurde Tymtschuk zu Hause mit einem Kopfschuss aufgefunden.

Der Sprecher der Nationalen Polizei, Jaroslaw Trakalo, bestätigte den Tod von Tymtschuk.

Dmytro Tymtschuk wurde 1972 in Tschita geboren. Als Kind lebte er in der DDR, wo sein Vater von 1978 bis 1983 als sowjetischer Offizier diente. 1995 absolvierte er die Fakultät des militärischen Journalismus der militärpolitischen Hochschule Lwiw. Von 1995 bis 2000 arbeitete er als Journalist in verschiedenen Truppenverbänden, von 2000 bis 2012 im Verteidigungsministerium der Ukraine.

Seit dem 2. März 2012 ist Tymschuk Koordinator der Gruppe „Informationswiderstand“, die die Informationen über die russische Aggression gegen die Ukraine verbreitet.

Seit dem November 2014 war Tymschuk Abgeordneter der Werchowna Rada von der Partei „Volksfront“.

Ermittler der Nationalen Polizei der Ukraine haben mehrere Versionen des Todes des Parlamentsabgeordneten Dmytro Tymtschuk, sagte auf einem Briefing in Kyjiw der Chef der Nationalpolizei Serhij Knjasew.

„Die vorläufige Todesursache vom Tymtschuk ist eine Kopfschusswunde. Es gibt mehrere Arbeitsversionen, unter denen auch der unvorsichtige Umgang mit der Schusswaffe ist. Alle Versionen des kriminellen Charakters werden derzeit geprüft“, sagte Knjasew.

Ihm zufolge kam die Meldung über den Tod des Deputierten um 12:15 Uhr. Die operative Ermittlungsbrigade der Hauptverwaltung der Nationalpolizei in Kyjiw begab sich daraufhin zum Tatort.


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