Präsident Andrzej Duda sagte, dass Polen, das am 1. Januar die Ukraine im UN-Sicherheitsrat vertreten wird, die Initiative zum Einsatz von Friedenstruppen im Donbas unterstützen werde.

Nach den Gesprächen mit Präsident Petro Poroschenko am 13. Dezember in Kharkiw erklärte Duda, dass Polen als Mitglied des UN-Sicherheitsrats die Entsendung der UN-Friedensmission in die besetzten Gebieten von Donezk und Luhansk unterstützen werde.

"Wir sind fest davon überzeugt, dass es eine Friedensmission sein sollte, die den Standards für solche Operationen entspricht. Ihre Rolle sollte sich nicht auf den Schutz der OSZE-Beobachter beschränken, sondern eine echte Friedensmission sein, die in diesem Gebiet operiert", sagte der polnische Präsident.

Duda glaubt, dass die ukrainische Mission zur Umsetzung der Minsker Vereinbarungen beitragen kann.

"Wir sind mit dem Herrn Präsident [Poroschenko] übereingekommen, dass, wenn ein solcher Vorschlag der ukrainischen Seite tatsächlich auf die Tagesordnung des UN-Sicherheitsrats gesetzt wird, Polen einer der Staaten sein wird, der diese Initiative unterstützen wird. Wir sind Befürworter einer solchen Lösung, und die Ukraine kann auf uns zählen."

Die Ukraine hat das Problem der Friedensmission im Donbas im Jahr 2014 zum ersten Mal angesprochen.

Im Juni 2015 verabschiedete die Ukraine ein Gesetz, das die Frage der Durchführung einer internationalen friedenserhaltenden und sicherheitspolitischen Operation in der Ukraine, einschließlich der Stationierung ausländischer Trupen, regelt.