NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg könnte helfen, den Streit zwischen Kiew und Budapest zu lösen, der dazu geführt hat, dass Ungarn die Zusammenarbeit der Ukraine mit der NATO blockiert.

Dies wurde vom polnischen Außenminister Jacek Czaputowicz geäussert.

„Es handelt sich dabei um einen Streit in der Familie. Es ist notwendig, das Problem zu untersuchen und eine Lösung vorzuschlagen, die alle Zweifel zerstreuen wird. Es würde sinnvoll sein, eine dritte Partei daran zu beteiligen, zum Beispiel den NATO-Generalsekretär. Ich glaube, er hat einige Instrumente zur Lösung dieses Problems", sagte Czaputowicz.

Czaputowicz sagte weiter, dass er dieses Problem bereits vor ein paar Tagen mit seinem ungarischen Amtskollegen Péter Szijjártó diskutiert habe und am 29. Mai darüber mit dem Leiter des ukrainischen Außenministeriums Pawlo Klimkin sprechen werde.

Wie berichtet, initiiert Ungarn offiziell eine Überprüfung aller ukrainischen Unterstützungsprogramme in der NATO. Budapest hatte bereits zum dritten Mal die Abhaltung der Ukraine-NATO-Kommission auf der Ebene der Minister, wegen eines Einspruchs gegen den Sprachartikel des ukrainischen Bildungsgesetzes blockiert.

Stoltenberg hatte die Ukraine und Ungarn bereits dazu aufgefordert, den Streit so schnell wie möglich beizulegen.