Das polnische Außenministerium hat den stellvertretenden Botschafter der Ukraine in Warschau wegen der Verbrennung einer polnischen Flagge bei einer Kundgebung vor der polnischen Botschaft in Kiew am 2. April vorgeladen.

Das polnische Außenministerium reichte eine Protestnote über den Vorfall ein.

Auf der Webseite des polnischen Außenministeriums heißt es, dass "die Teilnehmer der Kundgebung anzügliche Äußerungen gemacht hätten und es keine angemessene Reaktion von ukrainischen Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes gegeben habe".

Der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin hat den Vorfall daraufhin als Provokation verurteilt.

"Ich verurteile entschieden die provokativen Aktionen vor der polnischen Botschaft in Kiew. Dies ist nichts anderes als eine Provokation, ein hinterlistiger Angriff auf unsere Freundschaft. Aufrichtige Menschen würden nie die Symbole anderer Nationen entweihen", twitterte Klimkin.

Nach Angaben des Polizeichefs von Kiew, Andriy Kryschschenko, hielt eine Gruppe von 5-7 maskierten Männern eine nicht genehmigte Kundgebung ab. Die Gruppe skandierte keine Slogans und hatte keine erkennbaren Abzeichen auf ihren Kleidern.

Die Polizei wurde gerufen, aber die Gruppe war bis zum Erscheinen der Polizei bereits wieder verschwunden.

Am 3. April teilte der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) mit, dass er zwei Personen festgenommen habe, die auf einem Friedhof in Lwiw eine polnische Gedenkstätte beschädigt und einen polnischen Touristenbus angezündet hätten.