Die ukrainische Präsidialverwaltung hat die angeblich von Petro Poroschenko geschriebenen "Dokumente", die gestern vom georgischen TV-Kanal "Rustavi-2" veröffentlicht wurden, als "eine minderwertige Fabrikation und eine Fälschung, die für Rustavi-2 vom russischen Geheimdienst hergestellt wurde", bezeichnet.

"Der Pressedienst der Präsidialverwaltung fordert die Medien auf, falsche Informationen nicht zu teilen, welche eindeutig von einem Aggressorstaat erstellt wurden. Und was die Medien anbelangt, die unbestätigte Informationen, insbesondere Ukrayinska Pravda und Newsone, gemeldet haben, erwarten wir eine öffentliche Entschuldigung", so der Pressedienst in einer Erklärung.

Am 13. Januar veröffentlichte der georgische Fernsehsender "Rustavi-2" Kopien von dem, was der Sender als "Appell" von Petro Poroschenko an den russischen Föderalen Sicherheitsdienst (FSB) vom Februar 2007 bezeichnete. In den Dokumenten verspricht Poroschenko angeblich, "nicht gegen die Interessen Russlands zu Handeln".

Am 3. Februar 2007 wurde Poroschenko, der zu dieser Zeit ukrainischer Abgeordneter war, die Einreise nach Russland verweigert. Das russische Außenministerium sagte damals, das Einreiseverbot sei eine Reaktion auf einen "unfreundlichen Schritt der ukrainischen Seite".

Die Kopien, die Rustavi-2 als "Appell an den FSB" bezeichnete, besagen, dass das Einreiseverbot unbegründet sei, da Poroschenko "nichts mit der antirussischen Kampagne des damaligen Präsidenten Wiktor Juschtschenko zu tun hat, sondern im Interesse Russlands arbeite, da er große Investitionen und Schaffung von Arbeitsplätzen für Russen tätige". Desweiteren sei Poroschenko einer "der Gründer der Partei der Regionen".

Gemäß den "Dokumenten", die von Rustavi veröffentlicht wurden, habe Poroschenko regelmäßig St. Petersburg besucht, wo "die Eltern der Frau seines Sohnes Oleksiy leben". Jedoch hatte Oleksiy Poroschenko, seine Frau welche die russische Staatsbürgerschaft besitzt, erst im Jahr 2013 geheiratet. Auch bei diesen Dokumenten soll es sich um offensichtliche Fälschungen handeln.

Der georgische Fernsehsender Rustavi-2 ist einer der beliebtesten georgischen Medien. Das "Leak" über Poroschenko ist einer der beliebtesten Artikel auf seiner Website im Moment. Einige der Kommentare unter dem Artikel wurden von Vertretern der Ukrainischen "Bewegung der neuen Kräfte" von Mikheil Saakaschwili gemacht, der sich mit Poroschenko im Streit befindet.

Als Saakaschwili georgischer Präsident war, verfolgte der Fernsehsender eine pro-staatliche Haltung und unterstützt weiterhin aktiv den Ex-Präsidenten - Saakaschwili. Auch ist der TV-Kanal offen kritisch gegenüber der derzeitigen georgischen Regierung.