Präsident Petro Poroschenko hat seinen Entwurf Nr. 8297 aus dem Parlament, laut dem Profil auf der Website des Parlaments zurückgerufen. Gemäß dem Gesetz sollten Ukrainer, die an den Wahlen auf der von Russland annektierten Krim teilgenommen haben, die ukrainische Staatsbürgerschaft verlieren.

Das Dokument wurde am 19. April im Parlament registriert.

Es besagte, dass die automatische Annahme der russischen Staatsbürgerschaft durch die Einwohner der Krim nicht freiwillig war, allerdings sollte die Teilnahme an Wahlen auf der Krim als ein Grund betrachtet werden, die ukrainische Staatsbürgerschaft zu verlieren. Der Nachweis der Stimmabgabe sollte durch entsprechende Aufzeichnungen in öffentlichen Registern und offiziellen Veröffentlichungen bestätigt werden.

Vertreter von Menschenrechtsorganisationen kritisierten den Gesetzesentwurf des Präsidenten.

Jene Ukrainer, die ausländische Reisepässe beim Überschreiten der administrativen Grenze zwischen dem ukrainischen Festland und der Krim verwenden, sollten demnach ebenfalls die Staatsbürgerschaft verlieren.

Die russischen Präsidentschaftswahlen fanden am 18. März statt, unter anderem auf der Krim. Die ukrainische Regierung kündigte an, gegen diejenigen vorzugehen, die diese Wahl auf der besetzten Halbinsel organisiert hatten.