Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU hat das Haus und das Büro der Politikerin Nadija Sawtschenko durchsucht. Sawtschenko befindet sich derzeit in einem Untersuchungsgefängnis, da sie einen Anschlag auf das Parlament mit Granaten und automatischen Waffen geplant haben soll.

Zwei Rechtsanwälte von Sawtschenko, Dmytro Buhay und Oleh Solovej, sagten, dass die Beamten des SBU die Durchsuchungen am 10. April durchgeführt hätten.

Sawtschenkos Mutter, Maria Sawtschenko, berichtete diesbezüglich, die Beamten hätten eine Pistole beschlagnahmt, die ihre Tochter als Auszeichnung erhalten hatte, sowie Munition für die Waffe. Der SBU äußerte sich noch nicht über Details zu den Durchsuchungen.

SBU-Sprecherin Olena Hitljanska sagte nur, dass die Durchsuchungen im Zusammenhang mit den Untersuchungen zu Sawtschenko stehen.

Ein Gericht in Kiew verurteilte Sawtschenko am 23. März zu einer zweimonatigen Untersuchungshaft. Sawtschenko und Wolodymyr Ruban werden beschuldigt, einen "großangelegten Terroranschlag" im ukrainischen Parlament geplant zu haben.

Ruban wurde Anfang März festgenommen, als er in das von der Regierung kontrollierte Territorium in der Ostukraine eindrang, angeblich mit einer großen Menge Waffen und Munition, die in einer Möbellieferung versteckt waren.

Die Politikerin Sawtschenko stand zuvor enorm in der Kritik, da sie Gespräche mit den von Russland kontrollierten Separatisten ohne Zustimmung der Regierung geführt hatte. Auch soll sie gefordert haben, die Krim-Halbinsel als russisch anzuerkennen. "Verbindungen nach Russland" werden ihr nachgesagt.