Am 23. Juli 2018 hat ein russisches Gericht in Rostow am Don die Anklageschrift im Fall des 20-jährigen ukrainischen Staatsbürgers Pawlo Hryb an die Staatsanwaltschaft zurückgegeben und seine Haftzeit bis zum 22. Oktober 2018 verlängert.

Der Richterrat des Militärgerichts des Nordkaukasus-Bezirks in Rostow entschied, den Fall zur Revision an die Staatsanwaltschaft zurückzugeben.

Der Richter erklärte, dass der Staatsanwalt in der Anklage die alte Version von Artikel 205.1 zitiert habe, die bis zu acht Jahre Haft vorsehe.

Gleichzeitig kann Hryb nach dem neuen Wortlaut dieses Artikels bis zu 10 Jahre Haftzeit erhalten. Auf dieser Grundlage wurde der Fall an die Staatsanwaltschaft zurückgegeben.

Pawlo Hryb wurde im August 2017 vom russischen Föderalen Sicherheitsdienst (FSB) aus Belarus entführt und anschließend in der Russischen Föderation unrechtmäßig verhaftet.

Nach Artikel 205 des russischen Strafgesetzbuches (ein Terrorakt) wurde Anklage gegen den Jugendlichen erhoben. Russische Ermittler beschuldigten Pawlo Hryb, angeblich einen Terroranschlag auf eine Schulversammlung in Sotschi geplant zu haben.

Pawlo Hryb hat portale Hypertension, die die tägliche Einnahme von notwendigen Medikamenten und eine spezielle Diät erfordert, deren Mangel tödlich sein könnte. Die russischen Behörden erlauben ukrainischen Ärzten nicht, die Gesundheit des politischen Gefangenen zu untersuchen.