US-Offizielle und ihre europäischen Verbündeten sind nicht darauf vorbereitet, wie der russische Präsident Wladimir Putin, laut einer Studie des "Instituts für Kriegsforschung" in der Ukraine und im Baltikum Krieg führen wird. Das Dokument trägt den Titel "Russlands militärische Haltung: Bodentruppen Kampfordnung".

"Das russische Militär ist gut positioniert, um einen kurzfristigen konventionellen Krieg in der Ukraine und einen hybriden Krieg in den baltischen Staaten zu beginnen, das Gegenteil dessen, was westliche Führer zu erwarten scheinen", heißt es in der Studie.

"NATO-Offizielle warnen zunehmend vor der Gefahr einer konventionellen Invasion der baltischen Staaten (oder sogar Westeuropas). Aber russische Bodentruppen werden nicht eingesetzt oder organisiert, um einen kurzfristigen konventionellen Krieg in dieser Region zu initiieren. Sie wurden jedoch umgeschichtet und seit 2014 in einer Weise reorganisiert, die eine schnelle mechanisierte Invasion der Ukraine von Norden und Osten aus unterstützen würde. Während Russland gut darauf vorbereitet ist, eine hybride Kriegsintervention im Baltikum ähnlich wie in der Ukraine nach der Maidan-Revolution durchzuführen", heisst es in der Studie weiter.

Die Studie fordert die Vereinigten Staaten und ihre Partner auf, die wahrscheinlichsten russischen Vorgehensweisen neu zu bewerten und die Mischung militärischer und nichtmilitärischer Instrumente zu überdenken, die zur Verteidigung der NATO-Verbündeten und der Ukraine vor einer möglichen russischen Aggression erforderlich sind.