Das russische Militär hat in Sewastopol ein Zentrum eröffnet, in dem Schulkinder im Umgang mit Waffen unterrichtet werden, berichtet "Krym.Realii".

Nach Angaben des Pressedienstes des russischen Verteidigungsministeriums "wurde das militärisch-patriotische Zentrum gemäß der Entscheidung des Ministeriums" eingerichtet. Das Zentrum wurde als "Haus der Unarmia (die Jugendarmee)" bezeichnet.

"Schulkinder aus Sewastopol, die der Unarmia-Bewegung beigetreten sind, erhalten die grundlegende militärische Grundausbildung unter Anleitung erfahrener militärischer Ausbilder innerhalb der Mauern der neu geschaffenen militärpatriotischen Einrichtung", heißt es in der Mitteilung.

Das russische Militär berichtet dazu, "junge Patrioten üben die Montage und Demontage der Kalaschnikow-AK-74-Maschinengewehre und werden körperlich trainiert, um die grundlegenden Anforderungen zu erfüllen." Während des Unterrichts zu Strahlenschutz, chemischem und biologischem Schutz wurde den Schulkindern beigebracht, sich in kürzester Zeit mit militärischen Schutzanzügen und Gasmasken auszurüsten.

Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge sind bereits mehr als 500 Schulkinder aus Sewastopol der Unarmia-Bewegung beigetreten.

Ukrainische Menschenrechtsaktivisten möchten die Aufmerksamkeit auf das paramilitärische Format der Schulbildung auf der annektierten Krim richten.