Das Außenministerium der Russischen Föderation nannte das Gesetz zur Reintegration des Donbass, eine "Vorbereitung auf einen neuen Krieg".

Diese Aussage äusserte das Außenministerium Russlands, in einem Kommentar.

"Es wurde angekündigt, dass die Anti-Terror-Operation in eine militärische [Operation] umgewandelt werden soll, diese soll der militärischen Führung untergeordnet werden, unter der alle anderen Sicherheitskräfte unterstellt sind. Zu diesem Zweck wird ein gemeinsames operatives Hauptquartier geschaffen, welches dem Präsidenten der Ukraine in die Lage versetzen wird, alle Streitkräfte gegen Zivilisten im ganzen Land einsetzen zu können. Nicht nur im Südosten [des Landes], und ohne die formelle Einführung des Kriegsrechts. In der Tat erhält Petro Poroschenko unbegrenzt, diktatorische Mächte zur Unterdrückung von Meinungsverschiedenheiten und Unzufriedenheit. Dies kann nicht anders, als Vorbereitung auf einen neuen Krieg bezeichnet werden", heißt es in dem Kommentar der Russischen Förderation.

Auch russische Diplomaten sind empört, da das Gesetz besagt, die Russische Föderation habe einen kriminellen Akt der Aggression gegen die Ukraine durchgeführt, vorübergehend einen Teil seines Territoriums besetzt und kontrolliere den Donbass mit Hilfe einer von Moskau eingesetzten Besatzungsverwaltung.

"In der Tat versucht Kiew, sich von aller Verantwortung für die Zerstörung und das Leiden, welche durch unangemessene Handlungen der ukrainischen Behörden dem Volk angetan werden, loszulösen und Russland die Schuld zu geben", berichtet das russische Außenministerium und fügt hinzu, dass das Gesetz vollständig den Minsker Vereinbarungen widerspreche.

"Man kann nicht umhin zu bemerken, dass die Verabschiedung des Gesetzes in erstaunlicher Weise mit der Ankündigung der US-Aussage in Washington, tödliche Waffen an die Ukraine zu liefern, übereinstimmt. Wir erleben die Entstehung einer Situation, die mit einer gefährlichen Eskalation in der Ukraine mit unvorhersehbaren Folgen für den Weltfrieden und der Sicherheit einhergeht", heißt es in dem Dokument weiter.

Zuvor hatte das ukrainische Parlament ein Gesetz verabschiedet, welches die Staatspolitik bezüglich der Souveränität der Ukraine in Bezug zu den vorrübergehend besetzten Territorien, in den Gebieten von Donezk und Luhansk definiert.