Das Vorhaben der Russischen Föderation, S-400-Boden-Luft-Raketensysteme auf dem Gebiet der annektierten Krim zu stationieren, sei eine Gefahr für ganz Europa, sagte Anna Hopko, Vorsitzende des Außenausschusses der Werchowna Rada (Samopomich-Fraktion).

Hopko erklärte, dass die Vereinigten Staaten und die Europäische Union in Anbetracht der militärischen Aktionen Russlands auf die Bedrohung durch den Kreml reagieren sollten.

"Tatsächlich ist es ein globales Problem, dass Russland seit der Invasion der Krim und dessen Besatzung versucht hat, die Halbinsel zu militarisieren, Atomwaffen dort zu stationieren, und tatsächlich eine Bedrohung für die gesamte Schwarzmeerregion und ihre Nachbarstaaten darstellt", so Hopko.

Die Vorsitzende des Außenausschusses der Werchowna Rada stellte ferner fest, dass die Ukraine nicht in der Lage sein wird, die Pläne der Russischen Föderation ohne "transatlantische Unterstützung" unabhängig zu bekämpfen.

Zuvor hatte der Vertreter des Verteidigungsministeriums der Ukraine Oleksiy Tschernobay gesagt, dass es keine Bedrohung für die Krim durch die Ukraine gab und gibt, so wie Russland es darstellen will, besonders da die Krim ukrainisches Territorium sei.

Ihm zufolge manipuliert Russland die Informationen und das Bewusstsein, indem es erklärt, dass die Bevölkerung der Ukraine eine Bedrohung für die Bewohner der Krim darstellt. Vor diesem Hintergrund baut Russland seine Bewaffnung im annektierten Gebiet auf, insbesondere mit dem S-400 Raketensystem.

Beide Divisionen der S-400 Boden-Luft-Raketensysteme von den russischen Besatzungstruppen auf der besetzten Krim, wurden in den ersten Tagen des Jahres 2018 bewegt. Der Generalleutnant des Land-Invasors Wiktor Sewostjanow hatte präzisiert, dass die Divisionen sich schon im Gebiet der zeitweilig besetzten Halbinsel befinden.

Das Langstrecken-Luftverteidigungssystem S-400 wurde vom "Almaz-Antey"-Konzern entwickelt und hergestellt. Es zielt darauf ab, strategische und taktische Flugzeuge, ballistische Raketen, Hyperschallziele und andere Luftangriffswaffen in elektronischen und anderen Formen zu bekämpfen.

Das System ist in der Lage, aerodynamische Ziele in Reichweiten von bis zu 400 km zu erreichen.