Personen die mit dem russischen FSB zusammenarbeiten, arbeiten beim Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU). Einschließlich jener Personen, die hohe Positionen des SBU besetzen.

Dies verlautbarte SBU-Chef Vasyl Hrytsak in einem Interview mit Interfax-Ukraine. Angestellte des ukrainischen Geheimdiensten haben demnach "Spionageabwehragenten" - einschließlich Oberstleutnants - unter dem Verdacht verhaftet, für russische Sonderdienste zu arbeiten.

Hrytsak erklärte, dass vor dem Machtwechsel im Jahr 2014 "günstige Bedingungen für Agenten des russischen Geheimdienstes bestanden haben." Moskau, so Hrytsak, "benutzt viele Mechanismen", um sich in die inneren Angelegenheiten der Ukraine einzumischen. Die vorrangige Aufgabe für Russland ist die Rekrutierung von "Top-Beamten", Strafverfolgungsbehörden, Richtern und deren Stellvertretern, erklärte der Leiter des SBU. Durch solche Personen erhalten die Russen nicht nur Informationen, sondern versuchen auch, die ukrainische Politik zu beeinflussen, erklärte der Geheimdienstchef der Ukraine.

Er sei "überzeugt" davon, dass in Zukunft weitere Verhaftungen von Personen, die für die russischen Sonderdienste arbeiten, erfolgen werden.

Zuletzt verhaftete die ukrainische Spionageabwehr Stanislaw Jeschow, der als Übersetzer des ukrainischen Ministerpräsidenten Wolodymyr Groysman gearbeitet hatte. Jeschow war vom russischen FSB angeworben worden und arbeitete seit längerem für den russischen Geheimdienst.