Der ukrainische Präsidentschaftskandidat Wolodymyr Selenskij sagte, wenn er die Wahlen gewinnen sollte, sei er bereit, bilaterale Gespräche mit Russland zu führen.

"Wir müssen verhandeln, wir müssen Treffen im Normandie-Format wieder aufnehmen und die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich in multilaterale Verhandlungen einbeziehen. Wenn wir es zusammen mit unseren Verbündeten und Partnern als notwendig anerkennen, müssen wir möglicherweise mit Russland verhandeln", sagte der derzeit favorisierte Präsidentschaftskandidat.

Selenskij glaube auch, dass das Hauptprinzip beibehalten werden muss: "Niemand hat das Recht, ohne die Beteiligung der Ukraine etwas über die Ukraine zu entscheiden".

Unter anderem benannte Selenskij seine drei Prioritäten als Präsident. Insbesondere die Beendigung des Krieges im Donbass, die Bekämpfung der Korruption und die Reparatur von Straßen.

"Ich möchte alles tun, um das Schießen im Osten der Ukraine zu beenden, damit unser Volk nicht mehr stirbt", sagte Selenskij.

"Es ist notwendig, über die ukrainischen Initiativen zur Einstellung der Feindseligkeiten, der Besetzung des Donbass und der Rückkehr der Krim zu sprechen. Seit den Vereinbarungen von Minsk gab es keine derartigen Initiativen seitens der Ukraine. Es ist notwendig, einen politischen Willen zu haben", so Selenskij.

Als eine weitere Friedensgarantie bezeichnete Selenskij eine starke Wirtschaft und betonte den Aufbau einer "mächtigen Armee". Er glaube zudem, dass der Beitritt zur NATO durch ein gesamtukrainisches Referendum erfolgen sollte.


Foto:
instagram.com/zelenskiy_official