Laut dem litauischen Verteidigungsministerium, stellt die russische Software ein Sicherheitsrisiko dar.

Spezialisten im Bereich der Computersicherheit wurden bereits damit beauftragt, Alternativen zu russischer-Software in den Regierungsstellen- und der Regierungsunternehmen Litauens, zu finden. Der Vize-Verteidigungsminister von Litauen Edvinas Kerza, berichtete dies laut Delfi .

"Es gab (in Litauen) Vorfälle, bei denen verdächtige Software verwendet wurde... Wenn sicherheitsrelevante Attacken geschehen, weis niemand was genau passiert und wie man die Situation kontrollieren kann", sagte Kerza.

Kerza nannte nicht direkt die betroffenen Regierungsstellen und Unternehmen, in denen eine solche Bedrohung bereits aufgetreten war. Er erwähnte allerdings das die Software die in mutmaßlicher Verbindung mit den Cyberattacken steht, eine russische Software sei.

Bereits vorher appellierten drei Mitglieder des litauischen Parlaments, an den Premierminister, den Umfang der Nutzung von russischen Software in den Datennetzen der Regierungsstellen und Unternehmen, die für die nationale Sicherheit strategisch wichtig sind, genaustens abzuschätzen.

Laut Angaben der Parlamentarier, nutze die Polizeibehörde Litauens, Module welche durch "russische Intelligenz" für Cyberattacken genutzt werden könnten. Auch die litauische Eisenbahn, die das sogenannte "Klub-U"-Sicherheitssystem verwendet, welches von einem Hersteller aus dem russischen Izhevsk ausgearbeitet wurde, ist unmittelbar betroffen. Das russische Hersteller-Unternehmen ist ein Teil des militärischen und industriellen Komplexes aus Russland. Das russische Satellitennavigationssystem "GLONASS", sei laut Sicherheitsexperten direkt damit verbunden und könne von Russland aus, ohne weiteres genutzt werden.

Derzeit analysieren litauische Computersicherheitsexperten, welche Software, sowie Sicherheitssysteme ersetzt werden müssen. Von einer Nutzung des Anti-Virus-Programmes, aus dem Hause "Kaspersky", dass aus Russland stammt, wurde allerdings bereits offiziell abgeraten.