Der Vater des 19-jährigen ukrainischen Staatsbürgers Pavlo Hryb, der im August 2017 vom russischen Geheimdienst aus Weißrussland entführt und in der Russischen Föderation illegal verhaftet worden war, hat ernsthafte Bedenken über die Gesundheit seines Sohnes geäußert.

"Heute, am 1. Februar, hat das Landgericht Krasnodar unter Verstoß gegen alle Fristen eine Anhörung durchgeführt, um die Beschwerde gegen die gegen Pavlo verhängte Inhaftierung zu prüfen. Der Anwalt selber, hat nur einen Tag zuvor zufällig von der Gerichtsverhandlung erfahren", berichtet Ihor Hryb auf Facebook.

"Alles wurde getan, damit wir, seine Eltern, nicht rechtzeitig zur Anhörung kommen", sagte Hryb. "Nach Ansicht des Anwalts sieht Pavlo sehr hager aus, hat ständig Beschwerden mit dem Magen- und Bauchschmerzen. Er befindet sich in einem allgemein depressiven Zustand aufgrund des erhöhten psychologischen Drucks seitens der Ermittler und der Verwaltung des Untersuchungsgefängnisses. Es gibt keine Medikamente, kaum Nahrung. Er kann jederzeit innere Blutungen erleiden", fügte der Vater hinzu.

Pavlo Hryb verschwand am 24. August, als er in die weißrussische Stadt Homel ging, wo er eine Internetbekanntschaft aus Russland kennen lernen wollte. Laut seinem Vater, einem ehemaligen Grenzsoldaten, jetzt Militärseelsorger, verschwand der junge Mann jedoch gleich nach dem Überschreiten der weißrussischen Grenze.

Ihor Hryb ging nach Weißrussland und wurde von der örtlichen Polizei informiert, dass Pavlo Hryb angeblich international wegen des Verdachts terroristischer Aktivitäten gesucht wurde. Später wurde bekannt, dass Pavlo bis zum 17. Oktober in Krasnodar verhaftet wurde. Später wurde die Haftdauer bis zum 4. Januar 2018 verlängert. Der FSB beschuldigt ihn, einen Terroranschlag auf eine russische Schule geplant zu haben.

Pavlos Verwandte bestehen darauf, dass er eine angemessene medizinische Versorgung erhält, da er Probleme mit der Blutzirkulation aufgrund einer portalen Hypertension hat.