Eine Gruppe von NATO-Schiffen wird in wenigen Tagen in das Schwarze Meer einlaufen, um im Zuge des Aufbaus der Präsenz der Bündniskräfte in der Region Übungen durchzuführen.

"Wir überlegen uns, wie wir unsere Präsenz im Schwarzen Meer aufbauen können. In wenigen Tagen werden NATO-Schiffe in das Schwarze Meer einfahren, um an den Übungen teilzunehmen. Daher haben wir unsere Präsenz erheblich verstärkt, es ist wichtig, die Ukraine zu unterstützen. Diese Entscheidung wurde von den Verteidigungsministern befürwortet", sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg auf einer Pressekonferenz im Anschluss an ein zweitägiges Treffen der Verteidigungsminister der NATO.

Er teilte mit, dass die Verteidigungsminister am Donnerstag ein informelles Frühstück mit dem ukrainischen Verteidigungsminister Stepan Poltorak einnahmen, welches im Auftrag des britischen Verteidigungsministers organisiert wurde.

"Wir diskutierten die Situation in und um die Ukraine, einschließlich der Situation im Asowschen Meer. Die Alliierten bekundeten nachdrückliche Unterstützung für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine und forderten Russland auf, die ukrainischen Matrosen und Schiffe, die im November festgesetzt worden waren, unverzüglich freizulassen. Die Alliierten riefen die Ukraine dazu auf, die Reformen fortzusetzen, einschließlich der Umsetzung der Empfehlungen der Venedig-Kommission zum Bildungsgesetz", sagte der NATO - Generalsekretär.

Stoltenberg bezeichnete die Diskussion, an der der ukrainische Minister Poltorak teilnahm, als "sehr gut" und erinnerte daran, dass die NATO die Ukraine politisch und praktisch unterstützt.

"Die Alliierten stellten eindeutig fest, dass die aggressiven Maßnahmen Russlands gegen die Ukraine inakzeptabel sind, wie auch die Annexion der Krim, die Fortsetzung der Destabilisierung der Ukraine durch die Truppenpräsenz im Donbass und die illegale Festsetzung ukrainischer Schiffe und Festnahme von Matrosen", sagte Stoltenberg.