Am Montag, dem 18. Dezember , unterzeichnete die deutsche Firma Siemens einen Vertrag über den Bau eines Gas- und Dampfkraftwerks in Nizhnekamsk, Russland, mit einer Kapazität von 495 Megawatt. Der Transaktionswert beträgt 380 Millionen Euro.

Der Vertrag wurde in München von Dietrich Möller, dem Leiter von Siemens in Russland und Azat Bikmurzin, dem Generaldirektor der PJSC "Nizhnekamskneftekhim" in Anwesenheit von Ilse Aigner, der stellvertretenden Ministerpräsidentin von Bayern, Rustam Minnichanov, dem Präsidenten von Tatarstan, und Joe Kaeser, dem Geschäftsführer von Siemens unterzeichnet.

Demnach wird Siemens zwei SGT5-2000E-Gasturbinen und eine ST-600-Dampfturbine sowie Ausrüstungen für die Energieverteilung liefern. ENKA, ein türkische Baufirma wird der Subunternehmer sein. Es wird erwartet, dass "Nizhnekamskneftekhim" auch einen 13-jährigen Servicevertrag mit Siemens unterzeichnen wird.

Das Kraftwerk wird voraussichtlich im Mai 2021 in Betrieb genommen. Es wird angenommen, dass es mit synthetischem Gas - einem Nebenprodukt der petrochemischen Produktion von Nizhnekamskneftekhim - arbeiten wird.

Siemens ist der Generalunternehmer, deshalb "behält das Unternehmen die volle Kontrolle über die Lieferung und Installation der Ausrüstung", teilte der Vertreter des deutschen Konzerns mit.

Dies ist der erste große Vertrag von Siemens in Russland, nachdem die Turbinen des deutschen Konzerns in der von Russland annektierten Krim landeten. Diesbezügliche Verfahren sind derzeit bei den Gerichten anhängig.