Die Ukraine hat die UNESCO aufgefordert, dringende Maßnahmen zu ergreifen, um die drohende Zerstörung des Palastes des Khans in Bachtschyssaraj zu verhindern, berichtete das ukrainische Außenministerium.

"Die kritische Situation um den Khanpalast in Bachtschyssaraj ist zum Hauptthema einer Sondersitzung der Nationalen Kommission der Ukraine für die UNESCO geworden, die am 19. Januar im Außenministerium stattgefunden hat", teilte das Ministerium am Freitag, den 19. Januar mit.

Die Veranstaltung wurde von dem Leiter der nationalen Kommission, Serhiy Kyslyzja, geleitet. An der Sitzung nahm die ukrainische stellvertretende Kulturministerin Tamara Mazur, der Leiter des Medjles der Krimtataren Refat Chubarov, Vertreter der betroffenen Ministerien und Abteilungen, Experten des ukrainischen Nationalrats von ICOMOS [Internationaler Rat für Kulturdenkmaler und schutzwürdige Bereiche], der ukrainische National Blue Shield-Ausschuss und ICCROM [Internationale Studienzentrale für die Erhaltung und Restaurierung von Kulturgut] Ukraine, teil.

Die Teilnehmer des Treffens stellten fest, dass die Situation auf dem Gebiet der Kultur auf der von Russland besetzten Krim, tiefe Besorgnis und Empörung über die Handlungen der russischen Besatzungsbehörden auslöste, die einen massiven, gut geplanten Angriff auf den einzigartigen Multikulturalismus der Krim-Halbinsel veranschlagten.

"Solche aggressiven Handlungen wie durch die so genannte "Restaurierungsarbeit" auf dem Territorium der Ukraine, an einem Denkmal von nationaler Bedeutung, ein integraler Bestandteil des kulturellen Erbes der Krimtataren, stellt eine echte Bedrohung für die Zerstörung des historischen und kulturellen Wertes dieses Denkmals dar - der Khanpalast in Bachtschyssaraj, der 2003 auf die vorläufige Liste für die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste gesetzt wurde", erklärten die Teilnehmer des Treffens.

Nach der Diskussion beschlossen die Teilnehmer, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um internationale Bemühungen, vor allem durch die UNESCO, voranzutreiben, um den Khanpalast in Bachtschyssaraj zu erhalten.