Das ukrainische Außenministerium hat zur Verabschiedung eines Gesetzes durch das Unterhaus des polnischen Parlaments, Stellung genommen, welches die "Propaganda des Banderismus [nach dem Zweiten Weltkrieg -ukrainischer Nationalistenführer Stepan Bandera]" verbietet.

"Das Außenministerium ist zutiefst besorgt über die Verabschiedung des Gesetzentwurfs des polnischen Parlaments, am 26. Januar, "Über die Einführung von Gesetzesänderungen zum Institut des nationalen Gedächtnisses - die Kommission für die Verfolgung von Verbrechen gegen das polnische Volk und einige andere Gesetze". Leider wurde die ukrainische Frage erneut in der polnischen Innenpolitik verwendet, während die tragischen Seiten unserer gemeinsamen historischen Vergangenheit, weiterhin politisiert werden", sagte das ukrainische Außenministerium.

Gemäß der Behauptung lehnt die Ukraine einen weiteren Versuch der einseitigen Interpretation von historischen Ereignissen, einschließlich der falschen Verwendung des Namens eines Teils der modernen Ukraine, in einem offiziellen polnischen Dokument glatt ab.

"Wir möchten die Autoren an die Gesetzesvorlage erinnern, dass die Ukrainer genau wie die Polen während des Zweiten Weltkriegs extrem unter totalitären Regimes gelitten haben und keine Mühen gescheut haben, für die Freiheit ihres Vaterlandes zu kämpfen. In diesem Zusammenhang sind wir sehr besorgt über die Absicht, Ukrainer zu porträtieren und ausschließlich als "kriminelle Nationalisten" und "Kollaborateure des Dritten Reiches" zu bezeichnen", heißt es in der Erklärung.

Die Ukraine hofft auf "politische Weisheit" seitens des polnischen Oberhauses, welches das Gesetz bald prüfen wird.