Das Ministerkabinett schloss die Mittel aus dem Gesetzentwurf der Ukraine aus, die für Staatsbudget 2019 vorgesehen waren und die Finanzierung des 2011 verabschiedeten Programms "Trinkwasser der Ukraine" beinhalteten, wie Ukrvodokanal, der ukrainische Wasserversorgungsverband, auf Facebook berichtet.

"Das Gesetz stellte die Finanzierung dieses Programms in Höhe von 107,1 Millionen US-Dollar aus dem Staatshaushalt bereit. Leider wurden in den letzten Jahren allerdings nur 7,4 Millionen US-Dollar überhaupt übermittelt", heißt es in der Mitteilung.

Die Wasserversorgungsunternehmen berichten, dass die Verschlechterung der Netze, der Konstruktionen und der Ausrüstung der Wasserversorgungs- und Entwässerungssysteme in der Ukraine mehr als 50% beträgt. Die Anzahl der Ausfälle und Wasserverluste hat sich bis heute dramatisch erhöht.

Die Situation wird durch die Tatsache verschlechtert, dass für die Unternehmen des Sektors rund 89,2 Mio. US-Dollar nicht kompensiert wurden. Außerdem sind die Preise für Strom und Reagenzien gestiegen, die Steuern haben sich fast verdoppelt.

Der Bericht besagt weiter, dass die Summe für die Rekonstruktion der Wasserversorgungs- und Entwässerungsunternehmen bei rund 40 Milliarden US-Dollar liegt.

"Wenn wir keine Sofortmaßnahmen ergreifen, um einen komplexen Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungssektor zu unterstützen, könnten die zentrale Wasserversorgung und -entwässerung in nächster Zukunft in der Ukraine gefährdet sein", so der Wasserversorgungsverband.