Die Ukraine und Bulgarien haben eine Erklärung zur Umsetzung der Sprachklausel des Bildungsgesetzes und zur Gewährleistung der Rechte der bulgarischen Minderheit in der Ukraine unterzeichnet.

Das Dokument wurde von der Ministerin für Bildung und Wissenschaft der Ukraine Lilija Hrynewytsch und ihrem bulgarischen Amtskollegen Krasimir Walchew unterzeichnet, berichtet der Pressedienst des ukrainischen Bildungsministeriums.

Das Dokument sieht vor, dass die bulgarische nationale Minderheit neben dem Erlernen der ukrainischen Staatssprache die Voraussetzungen zum Erlernen ihrer bulgarischen Muttersprache haben wird.

"Wir schlagen vor, nach und nach mehr Klassen einzuführen, die in der Staatssprache ab der 5. Klasse unterrichtet werden. Die Zahl der auf Ukrainisch unterrichteten Klassen wird graduell ansteigen, um einen Anteil von 60% in Ukrainisch und 40% in der Minderheitensprache zu erreichen", so die ukrainische Ministerin für Bildung und Wissenschaft.

Eine Liste mit legislativen und anderen Maßnahmen für die schrittweise Umsetzung der Sprachklausel, im Einklang mit den einschlägigen Empfehlungen der Venedig-Kommission, sei zudem bereits in Verwendung und werde nun von den zuständigen ukrainischen Behörden abgearbeitet.